Glaube vs. Werke

Glaube oder Werke

„Aber es könnte jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken.“ (Jakobus 2,18) 

Es gibt Lehren, die aufzählen, was alles zu tun ist, um erlöst zu sein. Dabei nennen sie den Anteil an einer s.g. Heiligen Messe. Z.B. einen bestimmten Betrag aufzutischen, die Maria und andere so genannte Heilige anzubeten, das “Vaterunser“ und „Ave Maria“ vielmal nacheinander zu rezitieren, usw.

Wiederum Andere behaupten, dass für die Erlösung keine Leistungen erforderlich seien. Sie ist absolut ohne jegliche Anstrengung – Werke – erreichbar. Das alles mit der Berufung auf die große Liebe Gottes und des Herrn Jesus. In ihrer Behauptung gehen sie so weit, dass sie behaupten, es sei eine Sünde, durch die Werke erlöst sein zu wollen.

Wiederum andere behaupten, dass man für die Erlösung nichts anders tun muss, als nur den Herrn Jesus anzubeten, sich ständig mit Ihm zu beschäftigen und sich schließlich für die Erlösung laut zu bedanken.

Was dagegen sagt die Bibel – das Wort Gottes – über dieses Thema?

„Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe? … Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.“ (Matthäus 19,16.17)

„Und jeder der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker verlässt, um meines Namens willen, der wird’s hundertfach empfangen und das ewige Leben ererben.“ (Matthäus 19,29) (ein sehr teurer Preis.)

„Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, und vor ihm werden alle Nationen versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet, und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherbergt; ich bin ohne Kleidung gewesen, und ihr habt mich bekleidet; ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht; ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig, und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt, oder ohne Kleidung, und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis, und sind zu dir gekommen? Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!

Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt; ohne Kleidung, und ihr habt mich nicht bekleidet; krank und gefangen, und ihr habt mich nicht besucht! Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder ohne Kleidung oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan! Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“ (Matthäus 25,31-46 Schlachter)

In diesen Zeilen nennt die Bibel eine Menge von Leistungen, die als Bedingungen gelten, um das Ewige Leben zu erhalten.

Was sagt selbst der Herr Jesus zu den obigen Aussagen?
„Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.“ (Matthäus 7,21)

Die folgenden Aussagen klingen wie ein Widerspruch zu dem vorhergehenden Aussagen!
„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühmt. Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ (Epheser 2,8-10)

„Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch („allein“ an dieser Stelle ist dieses Wort nur bei Luther) durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes. (Römer 3,23.24.28)

„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es.“ (Epheser 2,8)

„Und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.“ (Römer 3,24)

Also was gilt nun? Sind Werke oder Gnade entscheidend für die Erlösung?

In diesem Dilemma kann folgender Text behilflich sein: „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.“ (Epheser 2,10)

Wie ist das zu verstehen?
Gott hat nicht nur eine lebendige Materie geschaffen und geformt als Mensch, Tier und Pflanze. Er hat sie auch zu diversen Fähigkeiten tauglich gemacht. Eine von den vielen ist der bewundernswerte Speicher – das Gedächtnis! Schon Säuglinge erkennen die Stimme ihrer Mutter. Ein Pferd oder ein Hund reagieren richtig auf einen Befehl. Eine Seerose verströmt immer den gleichen Duft.

Wenn es heißt, dass wir zu guten Werken geschaffen sind, dann ist diese Fähigkeit ein Bestandteil eines ursprünglichen Menschen. Mit anderen Worten, wenn ein Mensch gute Werke tut, ist er normaler Mensch, wie Gott ihn ursprünglich geschaffen hat. Dem entsprechend sind gute Werke keine zusätzliche Leistung, die Belohnung verdienen.

„Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde.“ (Jakobus 4,17)

Das Wichtigste in der Erlösung lautet: Ohne den Tod des Herr Jesus gibt es keine Erlösung. Sein Opfer ist die Grundlage der Gnade Gottes. Warum dem so ist, ist ein großes Geheimnis Gottes. Hier ist der Glaube gefragt und auch erforderlich.

Es ist höchst logisch: Um dieses Opfer in Anspruch zu nehmen, ist eine Voraussetzung die Befolgung der Gebote Gottes in Seinem Moralgesetz! Es ist höchst logisch, dass jemand der sündigt und Gottes Gebote nicht einhält, nicht in eine Welt kommen kann, wo kein Schmerz und kein Leiden mehr ist!!!

Dort gib es keinen Götzendienst und keinen Frevel Gott gegen. Der Sabbat wird heilig gelebt, sechs Tage der Woche gearbeitet, Vater und Mutter geehrt. Es wird nicht getötet, die Ehe nicht gebrochen, nicht geklaut, nicht falsch geredet und das Fremde begehrt.

„Hier ist das Ausharren der Heiligen, die die Gebote Gottes und den Glauben Jesu bewahren!“ (Offenbarung 14,12 / Konkordantes Neues Testament.)

Bildquellen

  • : Bild erstellt mit KI (ChatGPT)