Glaube – Hoffnung – Liebe

„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung (Erwartung / Konkordante Übersetzung), Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1Korinther 13,12.13)

Drei wichtige Charaktereigenschaften eines wahren Nachfolgers Gottes. Keine dieser hier genannten Eigenschaften ist direkt sichtbar. Sie sind abstrakt. Erst ihre Wirkung kann auf sie hinweisen und später auch erkannt werden. Darum ist es nicht leicht, diese bei sich selbst, geschweige bei den anderen zu erkennen. Zu sagen, sogar zu behaupten, sie zu haben, muss der Tatsache nicht entsprechen – obwohl es gut, sogar wichtig ist, dies zu wissen!

Der Glaube

Man kann denken, sogar behaupten, man sei ein gläubiger Mensch! Man glaubt an die große Macht und Liebe Gottes; doch gleichzeitig ängstigt man sich vor der nahen, wie auch der fernen Zukunft! Und das obwohl versprochen ist: „Wenn auch tausend fallen zu deiner Seite / und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen.“ (Psalm 91,7) Oder: Man hortet große Nahrungsvorräte und betet gleichzeitig: „Unser Brot gib uns heute.“

Es gibt sehr viele Bereiche des Alltags, wo Menschen insgesamt immer wieder große Angst vor der Zukunft haben. Aber Vorsicht, hier lauert eine sehr große Gefahr. Denn es steht geschrieben: „Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.“ (Hebräer 11,6)

Der fehlende, absolute Glaube der ersten Menschen war die tragische Ursache allen Unheils der die ganze Welt nacheinander getroffen und sie letztlich erschlagen hat. „Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm.“ (Hebräer 10,38)
In der ganz fernen Zukunft auf der erneuerten Erde wird sich das alte Drama von unserer Erde nicht wiederholen, weil alle Menschen, die dorthin kommen, keine braven Roboter sein werden. Sondern sie haben in der alten Welt gelernt, den Forderungen des Moralgesetzes Gottes absolut, ohne Wenn und Aber zu glauben, dass sie gut und absolut notwendig sind und dem entsprechend ihr Leben gestaltet und gelebt!

Der Glaube fängt dort an, wo der Verstand nicht mehr weiter weiß. Hier spielen die gesammelten Erfahrungen, die man persönlich mit Gott gemacht oder erlebt hat, eine große Rolle.

Die Hoffnung (Erwartung / Konkordante Übersetzung)

Hoffnung ist der Motor jeglichen Lebens. Sie begleitet alles Lebendige – Mensch und Tier – auf Schritt und Tritt. Solange man lebt ist die Hoffnung lebendig dabei. Man sagt: „Die Hoffnung stirbt zuallerletzt!“ Sie ist schon bei ganz kleinen Kindern sichtbar, als auch bei ganz alten Menschen.

Hoffnung lebt nicht nur in negativen oder traurigen Lagen, sondern auch in Verbindung mit fröhlichen Angelegenheiten des Lebens. So freut man sich voll Hoffnung auf einen angesagten Besuch, auf einen Geburtstag, auf ein gutes Essen oder eine geplante Reise.

Solche fröhlichen Arten von Hoffnung werden bestimmt die Erlösten auf der neuen Erde erleben können. Besonders in Erwartung einer Entdeckungsreise zu anderen Planeten des Weltalls. Eine besonders hohe Hoffnung wird in der Erwartung auf das Wiedersehen mit den einst Verstorbenen sein. Da werden bestimmt viele Tränen der Freude reichlich fließen! Nicht nur wegen der neuen Begegnung, aber noch mehr bei den Erzählungen über die dazwischen verstrichene Zeit. Obwohl es gut denkbar ist, dass in der Wahrnehmung der herrlichen Gegenwart keine große Lust sein wird, über die alte Welt allzuviel zu sprechen.

Die Liebe

Liebe ist die allergrößte Eigenschaft jeglicher Schöpfung Gottes. Sie ist sichtbar in allerlei Schönheiten der ganzen Flora und Fauna. In der Symmetrie und den Farben; im Schatten des Tages und der Nacht; in der Entstehung einer neuen Kreatur; in der großen Abwechslung von Klängen; in dem Morgen- und Abendrot; in der Windbriese und dem sanften Regen; im Schall und Echo der Berge; in den abwechslungsreichen, geistlichen Gaben – Talenten. usw.

Was auch zum Thema Liebe gehört, ist das größtes Vergehen gegen die Liebe. Alle Untreue und Versagen, sowie schmerzhafte Enttäuschungen aller Art, gehen auf das Konto der Liebe.

Für den Eingang in die neue Welt, ist das tägliche Anwenden der wahren Liebe in jeglicher Situation das entscheidendste Kennzeichen. Ein Kennzeichen, das man vor Gott nicht theatralisch spielen darf!
Wie ist zu erkennen, dass die Liebe echt ist? Der einzige Beweis ist die Selbstaufopferung jeder Art! Aber Vorsicht, denn es kann ein Theater gespielt werden! Ein Schauspiel zur Selbsterhöhung. So eine Schau ist sehr gefährlich, denn der Betroffene kann sich mit der Zeit selbst betrügen bezüglich wahrer Liebe, die eigentlich das Gegenteil ist; eine raffinierte Heuchelei.

„Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung ⟨der Armen⟩ austeile und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich Ruhm gewinne, aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts.“ (1Korinther 13,3)

Die Definition und dadurch ein Prüfstein der Liebe, sind die zehn Worte des Sittendekalogs Gottes. „Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine.“ (Psalm 139,23)

Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ (Johannes 14,21)