Ein besonderes Werk Gottes im Buch Daniel

Der Gott des Alls, ein unfassbares Wesen, ist Autor allerlei Werke. ER hat den unendlichen Kosmos mit gigantischen Galaxien – großen und kleinen Welten mit zahlreichen bewohnten Planeten geschaffen und mit wunderschöner und sinnvoller Natur und Kreatur vervollständigt. Dieser großartige Schöpfer, in Dem die Liebe ein Bestandteil seines ICHs ist, hat nicht nur das Materielle mit all diesen physikalischen und chemischen Gesetzen geschaffen, sondern wirkte auch und wirkt weiter ein besonderes Werk, dem dieser Artikel gewidmet ist.

Im Weiteren wird hier die Geschichte eines bewunderungswerten Werkes Gottes verfolgt, das in den ersten sechs Kapiteln des Buches Daniel verzeichnet ist. Wie ein roter Faden zieht sich durch diese Kapitel eine weltweite Mission zur Erkenntnis Gottes, die ER, der wahre Gott, selbst in die Hände genommen und geführt hat. So haben sich Worte erfüllt, die im Buch „Testimonies for the Church“, N.5,S.80 (im Englischen) geschrieben stehen: „Gott hat verheißen, dass er sich selbst seiner Herde annehmen wird, wo die Hirten untreu sind.“

Der rote Faden dieser besonderen Mission hat seinen Anfang im ersten Kapitel.

Das abtrünnige Israel befindet sich in Babylonien. König Nebukadnezar, ein kluger Herrscher, integrierte intelligente junge Männer aus der Königsfamilie Israels an seinem Hof. Er nahm sie in die königliche Internatsschule auf, um ihnen die babylonische Erziehung zu erteilen. In dieser Schule fängt die besondere Mission Gottes an.

Der treue Daniel nahm sich vor, entsprechend der Gebote Gottes, nichts Unreines zu essen und keinen Wein zu trinken. Für die Beteiligung an diesem Kampf des Glaubens gewann er drei jüdische Kommilitonen. Bei der Überprüfung, die später stattfand, wurde folgendes Ergebnis verzeichnet: „Und der König fand sie in allen Sachen, die er sie fragte, zehnmal klüger und verständiger als alle Zeichendeuter und Weisen in seinem ganzen Reich.“ (Daniel 1,20) Dieses Ergebnis wurde publik gemacht. Die Babylonier erkannten, dass die Gebote, die diese Jünglinge treu befolgten von einem besonders weisen Gesetzgeber stammen mussten.

Der rote Faden der besonderen Mission zieht sich weiter durch das zweite Kapitel.

Hier befindet sich die populärste Prophetie der Bibel, die durch eine Statue dargestellt ist. Man könnte die Frage stellen: „Warum bekam zuerst der König den Traum und danach erst der treue Daniel? Der König musste erst erfahren, dass alle seine Traumdeuter unfähig waren das Rätsel des Traumes zu lösen. Sie gestanden folgendes: „Denn die Sache, die der König verlangt, ist zu schwer. Es gibt auch niemand, der es dem König mitteilen könnte ausgenommen die Götter, deren Wohnung nicht bei den Menschen ist!“ (Daniel 2,11)

Das, was dann Daniel dem König mitteilte, war für diesen überwältigend und überzeugend. Daniel durfte sogar Gedanken des Königs enthüllen, die diesen in der vergangenen Nacht beschäftigt hatten. Er durfte auch den eigentlichen Traum offenbaren und seine ausführliche Bedeutung auslegen. Die ganze wissenschaftliche Elite wusste nicht, was Daniel wusste. Das Staunen des Königs war grenzenlos. Überwältigt fiel der mächtigste Mann des Reiches anbetend vor Daniel nieder.

Diese missionarische Geschichte, die den großen, allwissenden Gott Daniels offenbarte, verbreitete sich rasch im ganzen babylonischen Reich. Gott selbst hatte die Reihenfolge des Traumes bestimmt: zuerst der König – dann Daniel. Wie weit wäre Daniel sonst mit der Verbreitung dieser großartigen Botschaft Gottes gekommen, wenn er als Erster den Traum gehabt hätte? Es ist offensichtlich, dass nur ein kleiner Umkreis davon erfahren hätte.

Der rote Faden der besonderen Mission zieht sich weiter durch das dritte Kapitel.

Die Intensität der Verkündigung nimmt zu. Auf einem riesig großen Gelände versammelten sich abertausende Menschen aus ganz Babylonien. Eine übermäßig große goldene Statue, eine im Material veränderte Nachbildung der Statue aus dem Traum Nebukadnezars sollte eingeweiht werden. Für die Zeremonie galt folgende Anordnung des Königs:

„Und der Herold rief laut: Euch wird befohlen, ihr Völker, Nationen und Sprachen: Sobald ihr den Klang … der Musik hört, sollt ihr niederfallen und euch vor dem goldenen Bild niederwerfen, das der König Nebukadnezar hat aufstellen lassen. Wer aber nicht niederfällt und anbetet, der soll sofort in den brennenden Feuerofen geworfen werden.“ (Daniel 3,4-6)

Danach bot sich ein eindrucksvolles Bild: Die ganze riesige Menge lag auf ihren Gesichtern. Nur drei Männer blieben stehen wie leuchtende Kerzen. Sie setzten ihr Leben ein für den Gehorsam zu den Geboten ihres Gottes, der solche Anbetung verbietet. Ja, und dann befanden sie sich schon, wie angekündigt, in der furchtbaren Glut des feurigen Ofens.

Die versammelten Völker schauten dem grandiosen Spektakel zu. Sie hörten aus dem Ofen wie einer der Drei ihren Gott um Rettung bat. Dann folgte ein eindrucksvoller Gesang der drei, in dem sie für die Rettung dankten. (Die Apokryphen – Stücke zum Buch Daniel, Kap.3)

Alle sahen, dass statt drei, plötzlich vier Männer im Ofen standen und nicht verbrannten. Weil vorher das Gebet dargebracht worden war, ist zu vermuten, dass diese drei Männer im Ofen den vierten nicht sahen. Solche ähnlichen Erfahrungen haben viele Leute erlebt, die in Gefahr waren. Sie wurden von Menschen begleitet, die sie selbst nicht sahen.

Als sie herausgerufen wurden, mussten alle mit Erstaunen feststellen, dass die Drei keinen Schaden davongetragen hatten. Der mächtige König verkündigte daraufhin unbewusst die von Gott begonnene Mission – und die Welt hörte zu:

„Da fing Nebukadnezar an und sprach: Gelobt sei der Gott (dieser drei Männer), der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut und des Königs Gebot nicht gehalten haben, sondern ihren Leib preisgaben; denn sie wollten keinen anderen Gott verehren und anbeten als allein ihren Gott! So sei nun dies mein Gebot: Wer unter allen Völkern, Nationen und Sprachen den Gott (dieser drei Männer) lästert, der soll in Stücke gehauen und sein Haus zu einem Schutthaufen gemacht werden. Denn es gibt keinen anderen Gott als den, der so erretten kann.“ (Daniel 3,28.29)

In solch riesigem Ausmaß eine Mission durchzuführen, hätten diese drei jungen Männer nie alleine geschafft.

Der rote Faden der besonderen Mission zieht sich weiter durch das vierte Kapitel.

In der Schule Gottes konnte König Nebukadnezar überzeugende Erfahrungen sammeln, um den allmächtigen Gott Daniels zu erkennen und anzuerkennen, dass diesem Gott in allem Respekt gebührt.
Aber so weit war er noch nicht. Er musste eine weitere, diesmal eine harte Schulung absolvieren, in der er seinen stolzen Charakter demütigen lernen sollte, um die Reife zu erreichen, die vor Gott gilt.

Diese zusätzliche Ausbildung wurde ihm in einem Traum vorher gezeigt. Wieder musste er sich davon überzeugen lassen, dass der lebendige allmächtige Gott Daniels die Geschicke der Menschen führt.
Alles, was er in dieser Zeit erlebte, das Verlieren seines Verstandes und seines Thrones, das Leben unter den Tieren, das Teilen der Nahrung mit ihnen, seine Genesung und sein erneutes Besteigen des Thrones, alles das hat er in einem ausführlichen Brief niedergeschrieben, der als das vierte Kapitel im Buch Daniel bekannt ist. Dieses Schreiben wurde im Reich Babylon publik gemacht. Erneut und erfolgreich ging die Mission Gottes in das große Herrschaftsgebiet Nebukadnezars hinaus.

Der rote Faden der besonderen Mission zieht sich weiter durch das fünfte Kapitel.

Bei einem großen Gelage der Elite Babylons ließ der König Belsazar die Gefäße holen, die sein Vater, Nebukadnezar, aus dem Tempel des wahren Gottes entwendet hatte. Mit Wein gefüllt, wurde mit diesen heiligen Gefäßen den vielen Götzen, die sich im Raum befanden zur Huldigung getrunken und zugeprostet. Auf anmaßende Weise vermischten sie damit das Heilige mit dem unheiligen Heidentum; den lebendigen Gott des Himmels mit stimmlosen Götzen.

Dann musste die ganze Gesellschaft mithören, als der gerufene Daniel die plötzlich an der Wand erschienene Schrift las, deutete und erklärte: „Und du, Belsazar, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du das alles gewusst hast. Und du hast dich über den Herrn des Himmels erhoben; und man hat die Gefäße seines Hauses vor dich gebracht, und du und (deine ganze Gesellschaft) hat daraus Wein getrunken. Und du hast die Götter aus Silber und Gold, aus Bronze, Eisen, Holz und Stein gerühmt, die nicht sehen und nicht hören und nicht verstehen. Aber den Gott, in dessen Hand dein Odem ist und bei dem alle deine Wege sind, hast du nicht geehrt.“ (Daniel 5,22.23) Im weiteren entlarvte die Schrift: „Du bist auf der Waage gewogen und zu leicht befunden worden.“ (Daniel 5,27)

Die früheren Waagen bestanden aus zwei Schalen. Auf eine wurde ein bekanntes Gewicht, auf die andere der zu wiegende Gegenstand gelegt. In diesem Fall hatte Gott die Erkenntnis des Königs über den wahren Gott auf die eine Schale gelegt; auf die Andere die Erniedrigung des wahren Gottes, die er und seine ganze Gesellschaft sich erlaubt hatten. Für diese Menschen ging die Gnadenzeit zu Ende. Auch dieser traurige Teil der besonderen Botschaft gehört zu der Mission Gottes an alle Menschen.

Der rote Faden der besonderen Mission durchzieht das sechste Kapitel.

Jetzt kamen neue Leute auf die Bühne der Geschichte, die Medo-Perser. Gott hat in seiner großen Liebe auch diesen Menschen Seine Größe und Macht spüren lassen.

Diese Geschichte beginnt mit einem Neid am königlichen Hofe. Daniel bekam einen besseren Posten als alle Minister des Königreichs. Diese nahmen sich vor, Daniel für immer zu beseitigen. „Da sprachen die Männer: Wir werden keinen Grund zur Anklage gegen Daniel finden, es sei denn seine Treue zum Gesetz seines Gottes.“ (Daniel 6,6)

Nur dreißig Tage während der Gültigkeit des Erlasses des Königs hätte Daniel mit seinem Beten aufhören oder sich wenigstens gut verstecken können. Das tat er aber nicht. Dank der Treue, keinen anderen als nur den Gott seiner Väter anzubeten, erreichte die Mission Gottes die damalige Welt.

Auf wunderbare Weise kam Daniel heil aus der Löwengrube. Der unbedachte Erlass des Königs und die edle Treue Daniels wurden publik. Die Menschen durften den großen und allmächtigen Gott Daniels durch sein wunderbares Wirken erfahren. Die Welt bekam folgenden Brief des Königs:

„Da ließ der König Darius allen Völkern und Leuten aus so vielen verschiedenen Sprachen auf der ganzen Erde schreiben: Viel Friede zuvor! Das ist mein Befehl, dass man überall in meinem ganzen Königreich den Gott Daniels fürchten und scheuen soll. Denn er ist ein lebendiger Gott, der ewig bleibt, und sein Reich ist unvergänglich, und seine Herrschaft hat kein Ende. Er ist ein Retter und Nothelfer, und er tut Zeichen und Wunder im Himmel und auf Erden. Der hat Daniel von den Löwen errettet.“ (Daniel 6,26-28)

Der rote Faden der besonderen Mission Gottes zieht sich durch die Geschichte der Welt, weil treue unbeirrbare Männer und Frauen zu allen Zeiten unermüdlich am Glauben an den wahren Gott und am Gehorsam zu seinen Geboten festhielten. Auch die heutige Welt, unsere Kollegen, die Nachbarschaft, die Mitschüler usw. können den wahren herrlichen Gott und seine ewig gültigen Gebote durch unsere lebendigen Beispiele kennen lernen. Sie sollen die gleiche Chance haben, den großen Gott und Seine Erlösung zu erfahren wie die Menschen zur Zeit des treuen Daniel.

Bildquellen

  • Daniels Freunde: www.cgg-online.de