Ein angebissener Brotlaib liegt im Vordergrund auf staubigem Schutt. Im unscharfen Hintergrund sind zerstörte Gebäude unter einem grauen, bedrückenden Himmel zu sehen. Das Bild vermittelt Not, Hunger, Krieg und Verlassenheit.

Hunger geht über die Leiche

Es gibt zwei besondere Merkmale, die dem Ende der Welt vorausgehen. 
Das erste Merkmal lautet: „Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.“ (Matthäus 24,14)

Wohl gemerkt, hier steht nicht, „allen Menschen“, sondern „allen Nationen“. Sollte es heißen, „allen Menschen“, denke ich, würde der Herr Jesus nie kommen.

Das zweite besondere Merkmal lautet: „Denn in diesen Tagen wird eine solche Bedrängnis sein, wie sie nie gewesen ist bis jetzt vom Anfang der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, und auch nicht wieder werden wird.“ (Markus 13,19)

„Denn dieser Tag ist ein Tag des Grimmes, ein Tag der Trübsal und der Angst, ein Tag des Unwetters und der Verwüstung, ein Tag der Finsternis und des Dunkels, ein Tag der Wolken und des Nebels.“ (Zefanja 1,15)

Seit meiner Kindheit wurde bei katastrophalen Zuständen in der Welt mit großer Euphorie verkündigt, dass die Wiederkunft des Herrn Jesu sehr nahe sei.

In meinem 90-jährigen langen Leben war es in der Welt immer wieder so schlimm, dass man dachte, schlimmer kann es wohl nicht mehr werden. Das muss die vorausgesagte Zeit des Endes sein! Besonders zu der Zeit des zweiten Weltkrieges. Ganze Städte wurden weggefegt. Da waren KZ-Lager, in denen Millionen von Menschen auf grausame Weise umgebracht wurden. In den Gebieten der aktiven Front war es besonders schlimm.

Sehr schlimm war auch die allgemeine Moral. Während die Einen ihr ganzes Hab und Gut, ihr Zuhause, ihre Väter und Mütter oder Kinder verloren haben, verbrachten andere ihre Tage in Saus und Braus, in wilden Orgien. Es gab auch viele, die keine richtige Vorstellung hatten, was ein Krieg ist. Sie lebten den Alltag weit weg von der Front. Ihre Tage ähnelten den Tagen zu der Zeit unmittelbar vor der Sintflut.
„Und wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch sein in den Tagen des Sohnes des Menschen: Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie wurden verheiratet bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging und die Flut kam und alle umbrachte.“ (Lukas 17,26.27)

„Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; Seht zu und erschreckt nicht. Denn es muss geschehen. Aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort. Das alles aber ist der Anfang der Wehen.“ (Matthäus 24,6-8)

Aber dann soll es plötzlich kommen! „Denn nach diesen wird eine Bedrängnis sein, wie sie nie gewesen ist bis jetzt vom Anfang der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, und auch nicht wieder werden wird.“ (Markus 13,19)

Die Geschichte aus den Tagen Noahs scheint sich aktuell zu wiederholen in der „Straße von Hormus“. Eine Bedrängnis, die noch nie da war. Eine Betrübnis, die plötzlich die ganze Welt einbezieht. Sie kam schlagartig und beeinflusst entscheidend alle Sektoren des Lebens. Das schlimmste dabei ist die drohende weltweite Hungersnot.

So ist die Straße von Hormus nicht nur eine Angelegenheit des Erdöls. Sie schließt alles ein, was mit dem Öl verbunden ist. Eine davon ist die Herstellung von Dünger für den Agraranbau der

Ernährungsindustrie. Es ist nachvollziehbar, dass fehlender Dünger unbedingt zur Hungersnot führt.
Um des Brotes Willens kommt es auch zu den Kriegen zwischen den einzelnen Menschen, Familien, Nachbarn und Gruppen. Es geht immer weiter. Es zieht immer größere Kreise. Letztlich kämpft jeder gegen jeden – denn Hunger ist keineswegs eine Angelegenheit der Politik, eines Staates oder einer Nation. Er schließt alle und alles ein! Auch die Tiere!

Der obige Vers spricht von zwei Enden. Vom Ende der ersten Welt durch die Sintflut und durch das Feuer, nach dem zweiten Kommen des Herrn Jesus am Ende der Zeiten.

Und letztlich ein Ende, verursacht durch das größte Heer aller Zeiten.

„Ein finsterer Tag, ein dunkler Tag, ein wolkiger Tag, ein nebliger Tag! Gleichwie die Morgenröte sich ausbreitet über die Berge, so kommt ein großes und mächtiges Volk, desgleichen vormals nicht gewesen ist und hinfort nicht sein wird auf ewige Zeiten für und für.“ (Joel 2,2)

„Wehe denen, die den Tag des HERRN herbeiwünschen! Was soll euch denn der Tag des HERRN bringen? Er ist ja Finsternis, nicht Licht!“ (Amos 5,18) Ja, er wird so sein wie es von Gott vorausgesagt ist.

„Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch gerettet werden; aber, um der Auserwählten willen, werden diese Tage verkürzt.“ (Matthäus 24,22)

Wenn es steht, dass „der Tag nahe ist“, bedeutet es, dass der Tag des Kommens des Herrn festgelegt ist. Hier glaube ich nicht, dass wegen der Verkürzung das Datum des Kommens geändert wird. Was aber möglich ist, ist den Anfang der Wehen nach Hinten zu verschieben und damit die Länge der Trübsal zu verkürzen.

Um diese Verschiebung sollte das Volk Gottes beten. Mit anderen Worten: Lieber Vater, gewähre noch Zeit für die persönliche Vorbereitung und für die Verkündigung der „Letzten feierlichen Warnung“ für die zu Ende gehende Welt.

„O weh des Tages! Denn der Tag des HERRN ist nahe und kommt wie ein Verderben vom Allmächtigen.“ (Joel 1,15)

Die schlimmste Kriegsführung, die eine Menge in Trübsal schleppt, ist die Taktik des Aushungerns des Gegners. Diese Taktik ist sehr alt. Schon in ganz alten Zeiten wurden ganze Städte umzingelt, wo nichts rein und nichts raus durfte. Die Hungersnot war so groß, dass nicht selten die Eltern ihre Kinder aßen. Das ist eine Trübsal, die größer nicht sein könnte!!! Eine Trübsal, die schwer auszusprechen ist, geschweige denn zu erleben.

Für diesen Fall hält das Wort Gottes, die Bibel, ein Versprechen für jeden bereit, der Gott fürchtet und Seine Gebote hält.

„Und der Herr wird euch in Trübsal Brot und in Ängsten Wasser geben.“ (Jesaja 30,20)
„Wenn auch tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, du wirst es mit eigenen Augen sehen und schauen, wie den Frevlern vergolten wird. Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich deinem Hause nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“ (Psalm 91,7-12)

Dass die jetzige Zeit ernst ist, deuten staatliche Maßnahmen Deutschlands an. In den letzten Tagen sprechen deutsche Medien offen von praktischen Maßnahmen, in der Bereitstellung von Bunkern und ausreichender Versorgung an Nahrung für die aktuell drohende Krisenzeit.
Der letztere, prophezeite Zustand der Welt, veranlasst mich Folgendes zu beten: 
„Lieber Vater, in Deiner großen Liebe, halte bitte diesmal die Ereignisse der Welt nicht wieder auf, sondern lass das endgültige Ende der Welt bald ausreifen für die Wiederkunft unseres Heilandes, des Herrn Jesus, in den Wolken des Himmels – in der Herrlichkeit Seines Vaters!!!

„Wer in Gerechtigkeit wandelt — Der wird in der Höhe wohnen, und Felsen werden seine Feste und Schutz sein. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewiss.“ (Jesaja 33,15.16)

Bildquellen

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