Ein Alpinist steigt mit Klettergurt und Seilsicherung eine steile Felswand empor. Hinter ihm liegen hohe Berggipfel über den Wolken im goldenen Morgenlicht. Die Szene vermittelt Entschlossenheit, Hoffnung und das Überwinden von Herausforderungen.

Ist die Neue Erde
 leicht erreichbar?

Jegliche Religion verspricht ein Leben „danach“. Ohne diese Vision gäbe es keine dauerhaften Anhänger. So verspricht z.B. Manitu ewige Jagdreviere; Mohamed 30 Jungfrauen für jeden Mann; der Papst ein langes, weißes Kleid, dazu einen Palmzweig, eine Harfe, einen Heiligenschein über dem Kopf und ein Wolkenfahrzeug.

Auch in der Botschaft der Bibel gibt es ein „Danach“ – eine neue Erde – dieselbe Erde, wie sie am Anfang war, denn sie war sehr gut. „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ (1.Mose 1,31)

Demnach ist eine These über das gewisse „Danach“ die wichtigste Triebkraft einer jeglichen Religion, denn was würde es bringen, wenn die Sünden zwar vergeben sind, aber der Mensch keinen Anteil an diesem „Danach“ haben sollte. Das würde die Menschen zu dem bekannten Sprichwort der Bibel führen: „Lasst uns heute essen und trinken, denn Morgen sind wir tot!“ (Jesaja 22,13)

Es ist klar, dass wenn ein Mensch spontan vor der Wahl stünde „ewiger Tod oder ein schönes Leben“ jeder bestimmt das schöne Leben wählen würde! Würden aber für solch ein schönes Leben Bedingungen aufgestellt, die auch mit einem Kampf des Glaubens verbunden sein könnten, wäre bestimmt der Enthusiasmus für das „Danach“ nicht mehr sehr groß.

Um dieses Interesse aufrecht zu halten, hat die untreue Geistlichkeit eine Lehre eingerichtet, die bei den biblisch oberflächlich Gebildeten einen leichten Weg vorgaukelt. Sie spricht von einem Leben, das ohne größere Anstrengungen erreichbar ist. Das einzige, was ein Erwerber machen muss und überhaupt machen kann, ist, es dankend anzunehmen. Man darf hier von einer billigen Gnade sprechen, die jeglicher Logik widerspricht! Denn wer würde es so nicht annehmen wollen?

Das Fazit wäre: In die neue Welt würde fast die gesamte Menschheit hinkommen. Auf diese „gnädige“ Weise würde der ganze alte Schlamassel, der die Sünde verursacht hat, sich in vollem Maße fortsetzen. Aber ist die Neue Erde tatsächlich mühelos erreichbar?

Woran liegt es, dass den Versuchungen des Lebens zu widerstehen, oft so schwer ist? Dass der Kampf des Glaubens oft viel Kraft erfordert?

Es muss vorab gesagt werden, dass es sich da um ein sehr großes, kosmisches Geheimnis handelt! Man darf hier berechtigt fragen: „Woher kommt der Drang zum Bösen? Und das schon in der Zeit, als das Böse noch unbekannt war! Dieses Geheimnis ist so enorm groß, dass man annehmen kann, dass nicht einmal der sehr weise Lichtträger, Luzifer, es kannte, sonst hätte er mit der Rebellion kaum begonnen.

„Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein;“ (1.Thessalonicher 2,7)

Infolgedessen erfordert Gott den absoluten Glaubensgehorsam. In aller erster Linie gehören dazu die zehn Worte Seines Moralgesetzes. Sie sind sehr tief in ihrer Bedeutung und edel in der Moral.
Mit der Zeit hat sich eine falsche Lehre verbreitet mit der Behauptung: „Die Gebote Gottes sind nicht haltbar! Keiner kann sie befolgen!“ Das kann nicht stimmen, denn das würde bedeuten, das Gott etwas Nichtmachbares fordert, und bei dessen Nichteinhaltung sogar bestraft. Eine solche Behauptung macht aus diesem liebenden Gott einen lieblosen, gräulichen Sadisten.

Es ist zwar wahr, dass es heute durch die allgemeine Degeneration schwer ist, dem Gehorsam zu folgen. Aber Gott hat den Glaubenskämpfern – sowohl den „Starken“ als auch den „Schwachen“ – eine wirksame Hilfe verheißen. Doch Vorsicht: Eine Verheißung ist eben nur eine Verheißung. Um sie tatsächlich zu erhalten, muss um sie gebetet werden; sonst könnte es heißen, dass in den Händen Gottes die Menschen nur Marionetten sind, mit denen ER nach Belieben, ohne ihre Zustimmung, umgeht und handelt.

Jeglicher Kampf, jeglicher Schmerz und jegliche Angst ist in der Gegenwart schmerzhaft und wird oft als unerträglich empfunden. Der Grad seiner Macht hängt von mehreren Faktoren ab. Oft wird gesagt: „Der da erträgt Manches; oder: „Der da braucht nicht viel, um zu heulen.“ Hier sind zwei Faktoren im Spiel: Der eine hat gelernt, einiges zu ertragen, der andere schwänzte jegliche entsprechende Schule.
„Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. “ (Jesaja 40,30-31)

Die momentane Lebensschule kann hart und unerfreulich vorkommen; später, aber: „ … der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler. (Psalm 103,5)

Die Lebenserfahrungen haben erwiesen, dass eine Not in der Gegenwart oft sehr schwerfällt. Später stellt man fest, dass alles nicht so schlimm war. So wird es letztlich gelten, dass die Neue Erde erschwinglich zugänglich war.

„Dafür mühe ich mich auch ab und ringe in seiner Kraft, die mächtig in mir wirkt.“ (Kolosser 1,29)
„Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.“ (2Korinther 4,16)

Die Leichtigkeit ist umso leichter, umso mehr man über das Ziel weiß!!! Auf dieser Website gibt es den Artikel „Die „Neue Erde“ – Sinn und Unsinn des Lebens“. Er ist eine gute Ergänzung zu diesem Artikel.

Bildquellen

  • : Bild erstellt mit KI (ChatGPT)