Die elitäre Garde Jesu

Gewöhnlich kann nicht jeder zu einer elitären Garde gehören. Solch ein Mitglied muss körperlich und in seiner Persönlichkeit ohne Makel, also erprobt, zuverlässig und treu sein.

In der Johannes-Offenbarung steht ein Bericht über eine bestimmte Gruppe von Menschen, die, 144.000 an der Zahl, bemerkenswert sind. Mit den Fragen, wer diese Menschen sind und welche Rolle sie spielen, beschäftigt sich dieser Artikel.

„Und ich sah: Und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144. 000, die seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen. … Und sie singen ein neues Lied … und niemand konnte das Lied lernen als nur die 144.000, die von der Erde erkauft waren. … Diese sind es, die dem Lamm folgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen als Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm erkauft worden. Und in ihrem Mund wurde kein Falsch (Betrug) gefunden; sie sind untadelig (unsträflich, ohne Makel).“ (Offenbarung 14,1-5)

Warum ist diese Schar so einmalig eingestuft und was zeichnet sie Besonderes aus, dass sie die Garde Jesu bilden und „folgen dem Lamm, wo immer Es auch geht“? Sie sind als Erstlinge und als die Besten bezeichnet: „In ihrem Mund wurde kein Falsch (Betrug) gefunden; sie sind untadelig (unsträflich, ohne Makel).“

In der ganzen Weltgeschichte gab es doch immer unzählige Menschen mit dieser hohen Moral. Also was ist bei diesen 144.000 besonderes, das sie über die anderen auszeichnet und sie einen so hohen Ehrenplatz einnehmen dürfen?

Wie bekannt ist, besteht seit Adam und Eva auf unserem Planeten Erde ein Kampf, zwischen Gut bös der immer größer und intensiver wird. Der Streitgegenstand ist das kosmische Moralgesetz Gottes.

Der Erzengel, Luzifer, wollte für sich ein separates Imperium aufbauen. Dieses Gesetz, besonders das erste Gebot, steht ihm dabei fest im Wege. Darum nahm er sich vor, dieses Gebot ungültig zu machen. Er wollte dem ganzen Universum vorweisen, dass das ganze Moralgesetz nicht gut und darüber hinaus nicht haltbar sei.

Laut der Bibel hat sich nicht nur ein Drittel der Belegschaft der Regierung Gottes dieser Rebellion Luzifers – dem Satan – angeschlossen, sondern allmählich auch die Bewohner unseres Planeten Erde.

Mit der Zeit ist tatsächlich das Befolgen der einzelnen Gebote immer beschwerlicher und problematischer geworden. Es entstanden zunehmend neue, verführerische Anlässe, Versuchungen und raffinierte Verlockungen, denen die Menschen wichen und unterlagen.

Dieser Verlauf des Abfalls fördert die allgemeine Degeneration des menschlichen Leibes und Charakters. Die Folge ist, dass das Befolgen der Moral Gottes zu einer immer größeren Hürde angewachsen ist.

Dieser Trend des steigenden Sündigens und der allgemeinen Degeneration, hat dahin geführt, dass heute die Sünde so sehr verbreitet ist, dass sie zur Normalität des Alltagslebens aufgeblüht ist. Der Widerstand gegen die Sünde ist auf das Minimum geschwächt und gesunken. Das Gewissen hat kaum noch Einfluss auf das menschliche Verhalten.

Dieses Versagen, besonders bei solchen die sich Christen nennen, benutzt Satan als Anklage vor Gott. Die allgemeine menschliche Verhaltensweise soll für ihn als Beweis dienen, dass die Gebote Gottes nicht haltbar sind. Und doch – es waren zu jeder Zeit viele treue Männer und Frauen, die dieses Moralgesetz Gottes, auch unter schweren und bitteren Bedingungen, respektiert und treu befolgt und eingehalten haben.

Man könnte hier folgende Frage stellen: „Warum hat nur diese Gruppe von 144.000 das Vorrecht, eine Garde des Herrn Jesus zu sein?“ Die Aufklärung liegt in der biblischen Prophetie, in der Johannes Offenbarung, Kapitel 4 – 8, die von geheimnisvollen sieben Siegeln spricht.

Das Betrachten dieser Prophetie führt zum Ergebnis, dass es sich dort um die Geschichte des Evangeliums in der Zeit des NT, d. h. der letzten zweitausend Jahre, handelt. Diese Zeit ist in dieser Prophetie in sieben Epochen aufgeteilt. Die Erste führt in die Zeit der Apostel Jesu hin – die Letzte, kurz vor die Wiederkunft des Herrn Jesus Christus.

Bei genauem Betrachten ist da ein Einschub zu beobachten, der sich zwischen dem sechsten und siebten Siegel befindet. Er liegt im siebten Kapitel. Unter anderem steht folgendes geschrieben:

„Und ich sah einen anderen Engel von Sonnenaufgang heraufsteigen, der das Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gegeben worden war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen, und sagte: Schadet nicht der Erde noch dem Meer noch den Bäumen, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben. Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: 144 000 Versiegelte, aus jedem Stamm der Söhne Israel.“ (Offenbarung 7,2-4)

Zeitlich gesehen handelt es sich hier offensichtlich um die letzte Generation vor der Wiederkunft des Herrn Jesu. Nach der oberen Schilderung handelt es sich um die schwerste Zeit in der Geschichte der Menschheit. Alles ist runtergekommen, beeinträchtigt und degeneriert. Besonders die Sittlichkeit, durch die Geringschätzung, Missachtung oder Ablehnung des Moralgesetzes Gottes.

Bestimmt benutzt Satan diesen Zustand als Beweis, dass die Gebote Gottes nicht haltbar sind. Jedoch hat Gott sich vorgenommen, dass nicht nur hier und da etliche sind, die die Seine Gebote befolgen, sondern eine ganze Schar von 144.000, die in der schwersten Zeit der Geschichte fähig waren, ohne Makel zu leben. „In ihrem Munde wurde kein Falsch (Betrug) gefunden; sie sind untadelig (unsträflich, ohne Makel)“ (Offenbarung 14,5)

Satan ist zu allen Zeiten durch die Glaubenshelden der Bibel, die Propheten, Apostel, und zahlreiche Märtyrer überführt worden. In der letzten, schwächsten Generation findet der Höhepunkt der Rechtfertigung Gottes statt.

In der neuen Welt wird der Herr Jesus, das Lamm Gottes, als der größte Sieger über den Satan bezeichnet und gewürdigt. So ist es legitim, dass auch Seine leibliche Garde aus solchen besteht, die den Sieg über die Sünde, im Gehorsam gegenüber dem Moralgesetz Gottes, in der allerschwersten Zeit bewiesen haben.

„Ich schaute ein Gesicht: Das Lamm stand auf dem Berg Zion, umgeben von 144.000, die Seinen Namen und Seines Vaters Namen auf ihrer Stirn geschrieben trugen. Sie sangen ein neues Lied vor dem Thorne, den vier Lebewesen und den Ältesten, und niemand konnte dieses Lied erlernen als nur die 144-000, die von der Erde abgesondert und erkauf sind. … Sie folgen dem Lamme, wohin es auch gehen mag. Sie sind aus der Menschheit erkauft worden als eine Erstlingsschar für Gott und das Lamm. (Offenbarung14,1.3-5/Albrecht)